Zschopau 2011
2008 war ich zum letzten mal in Zschopau und dieses Jahr stand fest das die härteste Geländefahrt in Deutschland wiedermal in Angriff genommen werden muss. Da das Rennen nicht wie meist üblich am Sonntag sondern Samstag stattfindet beschlossen mein Kumpel Rene und ich schon Donnerstag Abend los zu fahren um am Freitag ohne Stress die drei Sonderprüfungen ablaufen zu können.
Freitag morgen gings dann in der Früh zur Abnahme und anschließend zur ersten Sonderprüfung, dem Skihang. Seit einer Woche schleppte ich schon ein Erkältung mit mir rum und nach ein paar Metern in dem komplett am Hang liegendem Gelände merkte ich das meine Beine sehr schwer wurden und ich kam den anderen Jungs nicht mehr nach. Nachdem ich mich dann durch alle Prüfungen gequält hatte fühlte ich mich richtig krank mit leichtem Fieber. Wer schon mal in Zschopau gefahren ist weiß das man hier schon fit sein sollte. Meine Motivation war im Keller und ich ging realtiv früh ins Bett.
Am Morgen fühlte ich mich nicht besser, aber da das Wetter so gut wie fast noch nie in Zschopau war musste ich natürlich starten. Bei Regen hätte ich gekniffen.
Dann gings los, trotz der Sonne waren es erstmal nur um 0 Grad und wie immer folgt sofort die erste Prüfung unmittelbar nach dem Start. Mit noch kalten Motor nahm ich die Fahrt in den noch teilweise gefrorenen Skihang auf. Von Fahren konnte man aber nicht sprechen denn ich hat überhaupt kein Gefühl fürs Motorrad und als Höhepunkt legte ich mich auch noch nach einem Bedienfehler der Vorderradbremse schön auf die Nase. Durch das Fieber war ich eh schon geschwächt und allein das Aufheben des Bikes verbrauchte jetzt schon meine Energie.
Aufgeben nach 10 Minuten, erstmal nicht, aber der Gedanke verfolgt mich jetzt ständig denn die Etappe war ebenfalls ne Katastrophe. Jede Auf/Abfahrt war ein Krampf aber irgendwie kam ich doch weiter. Die erste Etappe hat immer sehr knappe Sollzeiten daher kann man sich nirgendwo aufhalten und auch der berüchtigte Schlammabschnitt „Rund um Börnichen“ erwartet die Fahrer. Hier angekommen, gabs erst mal nen großen Stau. Warum konnte ich nicht verstehen denn eigentlich war der Abschnitt im Vergleich zu vergangenen Jahren einfach zu fahren, sogar für mich. Aber der Stau dauerte mehrere Minuten und so rollte ich noch gerade so in die ZK 2 ohne Strafminuten.
Nun geisterte mir durch den Kopf wie soll ich die Etappe in der zweiten Runde schaffen, denn die Sollzeit ist dann nochmal 5 Minuten reduziert.
Ich bin froh das bisher keine Videos im Netz aufgetaucht sind wo man mich sehen kann, denn das beschämende rumgeeiere hätte man höchstens für ein Lehrvideo“wie mach ich es falsch“ nutzen können.
Nach der ZK 3 folgte die schwerste Etappe mit Weber- und Teufelshang. Ehrlich gesagt war mein Selbstvertrauen so weit gesunken das ich nicht daran glaubte die Hänge zu schaffen.
Der Weberhang ist die längste Auffahrt gesät mit vielen Steinplatten und an der schwierigsten Passage nur etwa zwei Meter breit. Bis zu dieser Schlüsselstelle gelangte ich erstaunlicherweise noch ganz gut. Die Sonne stand sehr tief und ich konnte den vor mir zum stehen gekommenden Fahrer nicht richtig einschätzen musste so die Spur wechseln und es reichte nicht mehr um die Felsplatten an der Stelle zu überwinden. Irgendwann war ich dann oben und nach der letzten SP folgte der Teufelshang.
Den hatten wir uns am Tag vorher auch noch angesehen denn es war bekannt das hier eine neue Spur gefahren werden sollte um den „alten“ Hang etwas zu schonen.
Ich denke, ohne mich zu Überschätzen, hätte ich den Hang normalerweise ohne Hilfe fahren können, eigentlich fand man überall Grip. Aber der Aufwand den Hang zu bezwingen war dann in meiner kränklichen Verfassung ein wenig höher. Dank der zahlreichen Helfer gelangte ich auch hier an den Gipfel.
So war dann die erste Runde geschafft. Wie schon vorhin erwähnt verkürzen sich in der 2 Runde die Sollzeiten und nun musste wirklich alles passen!
Glücklicherweise fühlte ich mich gerade in dieser Etappe etwas besser und auch am Schlammloch gabs kein Stau somit hatte ich dann fast 4 Minuten übrig am Etappenziel.
Leider war die Erholung nur ein kurzfristiges aufbäumen, kurze zeit später gings mir noch schlechter als vorher. Die eigentlich sehr schönen Prüfungen brachten mich zum verzweifeln denn von beispielweise 10 Anliegern treffe ich doch meistens min. 7 aber hier war das Verhältnis umgekehrt.
Nach etwa 5 Stunden galt es dann den Weberhang ein letztes mal zu bezwingen. Diesmal kam ich aber schon mehrmals im unterem Teil zum stehen, gnadenlos suchte mein Hinterrad nach Traktion, Helfer sind in diesem Bereich noch keine. Die Hilfe kam dann doch, wie ein Engel der meine Gebete erhört hat, erblickte ich plötzlich einen mit Warnweste gekleideten Streckenposten der tatsächlich die Strecke umleitete. Der Weberhang war gesperrt. Nach dem Rennen erfuhren wir das es hier wohl Verletzte gab und man die erstmal nicht bergen konnte ohne die Strecke zu sperren.
Ich atmete auf, denn nun war ja „nur“ noch der Teufelshang zu absolvieren und durch das umleiten war das Zeitpolster auch noch ein wenig gewachsen.
Noch nie hatte ich die Husky mit montiertem Lüfter zum kochen gebracht, aber der Teufelshang schaffte dies dann auch noch trotz Schiebehilfe. Es war einfach deprimierend zu hören, während ich zermürbt in meiner Rauchwolke stand, das dort auch Fahrer ohne Hilfe vorbei kamen.
14.20 Uhr war das Ziel dann noch pünktlich erreicht. Eigentlich kann man stolz sein in Zschopau ohne Strafminuten oder überhaupt ins Ziel zu kommen aber ich konnte mich nicht freuen. Rene, der ja auch mein Konkurrent ist, hatte fast 2 Minuten auf mich herausgefahren was schon mal klar zeigte wie schwach ich war , denn normalerweise sind wir etwa gleich auf!
Von 53 Startern war ich mit Platz 17 der erste ohne Zeitstrafen, Rene Platz 9.
Das Finale war der Horror für mich, hier war innerhalb einer Stunde mehr passiert als in den 6 Stunden zu vor! Durch Gegenverkehr komplettes Heck abgerissen, zweimal Kette abgesprungen usw............!
Gruß Kolwen

Moin,
da ich innerhalb kurzer Zeit an zwei Läufen der GCC Meisterschaft teilgenommen habe , möchte ich die Serie hier mal kurz vorstellen.
GCC steht für German-Cross- Country und ist ein Mix aus Motocross und Enduro. Die Serie hat sich in den letzten Jahren zu der populärsten Rennserie in Deutschland entwickelt, mit bis zu 800 (in Goldbach) angemeldeten Fahrern an einem Wochenende.
Ein Grund für die Beliebtheit ist sicherlich die unkomplizierte Art Rennen zu fahren. Man meldet sich einfach online an, überweist die 35 € und am Renntag ist nur noch der Haftverzicht zu unterschreiben. Dann benötigt man noch 3 €uro für die aktiven Transponder, welche in Form von kleinen Aufklebern auf den Helm geklebt werden und fertig. Technische Abnahme gibts natürlich auch, aber da auch „Crosser“ mit fahren dürfen gibt es also keine Auflagen außer natürlich eine ordnungsgemäße Technik was selbstverständlich sein sollte. Bei anderen Verunstaltungen ist das meist auch nicht wesentlich anders , aber hier war ich jedesmal innerhalb von 10 Minuten mit allem fertig!
Die Serie ist in 15 Klassen aufgeteilt, von den Kidis bis zum Profi. Wobei die Klassen alle alters- oder leistungsbedingt sind. Der Hubraum, 2- oder 4 Takt, ist frei wählbar.
Sehr viele Motocrosser sind zum GCC gewechselt weil man hier einfach mehr zum Fahren kommt als beim normalem Motocross. Beim MX ist es oft so das man morgens ein Training hat, dann wieder sehr lange wartetet bis es dann los geht, danach wieder ne Pause, oft muss man dann das Moped noch reinigen usw. Am Abend hat man dann je nach Klasse meist nicht mehr als eine Stunde mehr auf dem Zähler, aber dennoch ist man den ganzen Tag gebunden. Beim GCC packt man einmal aus, fährt zwei Stunden und das wars!
Da die Klassen meist von den in die Meisterschaft eingeschriebenen Fahrern ausgebucht sind bleibt einem nur die Möglichkeit in der Klasse „Guests“ zu starten. Hier kann sich jeder anmelden vom Anfänger bis zum Profi.
Die Strecken , kann nur Mernes und Golbach beschreiben, andere sollen aber ähnlich sein, sind meist verlängerte Motocross Strecken mit anliegenden Feldern, Wiesen, Wäldern usw. (4-6 km) Künstliche Hindernisse oder extreme Abschnitte gabs zumindest bei den beiden nicht, was aber den großen Vorteil hat das es so gut wie keine Staus gibt. Ich persönlich muss ehrlich gestehen das mir solch flüssig zu fahrende Strecken inzwischen lieber sind da man hier wirklich mal richtig Gas geben kann ohne ständig „rummzueieren“. Klar kommen solche Verhältnisse eher den „Crossern“ entgegen, aber ein guter Fahrer beherrscht sowieso beides wie man bei den Profis oftmals beobachten kann.
Die Startaufstellung ist Reihenweise. Der Start erfolgt mit Hände hoch wie beim Überfall und Motor aus. Ist die erste Reihe gestartet folgt nach Fahnenschwung die nächste. Somit hat die letzte Startreihe schon mal einen kleinen Nachteil gegenüber der ersten, denn meines Wissens wird die Zeit nicht addiert die man später startet.
Rennverlauf in Mernes:
Die Bedienungen waren ideal, nicht zu heiß und leicht feuchter Boden mit super Grip. Die Strecke war sehr abwechslungsreich gesteckt, es gab enge Abschnitte vorrangig im Wald aber auch lange Geraden wo man auch mal in den sechsten Gang schalten musste Das Rennen lief erst mal ganz gut, außer dass ich wie immer etwas Probleme hatte mir die ganzen Kurven zu merken. So etwa nach 1,5 Stunden viel mir dann auf das ich eigentlich
noch viel zu entspannt unterwegs war denn so ne richtige Erschöpfung war noch nicht eingetreten und als ich dann auch überrundet wurde erkannte ich das man bei 2 Stunden Race wesentlich aggressiver fahren kann und muss als bei den üblichen 3 Stunden Rennen. Ein 2 Stunden Rennen führt aber auch noch ein anderes Problem mit sich, denn die Husky hat nur einen 7 Liter Tank und somit wirds knapp ohne Tankstopp. Also schaute ich schon mal öfters auf meine Tank Leuchte, als die aber 15 Minuten vor Ende immer noch nicht an war konnte ich mir das Tanken sparen, dachte ich!!
Die 2 Stunden waren vorbei und ich befand mich in der letzten runde als plötzlich der Motor ab starb, aus die Maus, der Blick in den Tank verriet mir das einem die Elektrik schon mal einen Streich spielen kann, denn Lampe nicht an und Tank trotzdem leer!
Somit konnte ich das Rennen nicht beenden, wurde aber auch ohne die Runde noch 13ter von 65! Ein Kabel am Tanksensor hatte sich gelöst wie ich später herausfand!
Rennverlauf Goldbach:
Goldbach zählt zu den beliebtesten Läufen und schon viele Wochen vor dem Rennen waren alle Klassen ausgebucht. Die ehemalige WM Strecke mit den anliegenden Obstfeldern konnte sogar die Strecke von Mernes noch toppen, denn auch hier waren die Verhältnisse ideal. Im Programmheft waren unter der Klasse „Guests“ über 150 Fahrer + die Klasse Super Senioren von nochmal 26 Fahrern aufgeführt, aber wie schon oben beschrieben gab es trotzdem keine großen Staus.
Diesmal war meine Taktik ein wenig anderes und nach dem Start aus der zweit letzten Reihe konnte ich das Hauptfeld auch rasch einholen und fand eine guten Rythmus. Obwohl ich in der zweite Runden auf Grund meines bescheidenen Kurzzeitgedächstniss einen dieser Sprünge den man nur mit Vollgas oder gar nicht springen muss vergessen hatte. Ich war zu langsam un prallte mit dem Motor auf die Kante, aber es war oh Wunder nichts passiert und es tat auch nicht mal weh, somit auch schnell wieder vergessen!
Am schönsten fand ich ein Wiesenstück welches einer Sonderprüfung aus dem klassischem Enduro stark ähnelte. Hier konnte ich auch immer ein paar Meter gegenüber einigen Gegnern gut machen. Das ich diesmal Tanken musste war mir klar und nach etwa 1,5 Stunden leuchtet diesmal die Reserveleuchte. Den späteren fünftplatzierten, der übrignes auf der neuen EXC 350 unterwegs war, hatte ich schon eingeholt aber der musste dank 9 Liter Tank nicht zum tanken. Die Pause kostete mich 3 Plätze aber der 7 Platz von 113 gewährtetden Fahrern war super und nen Pokal gabs auch noch.
Abends gibst in Goldbach immer ne top Party mit Live Band usw, daher werde ich nächstes Jahr dort übernachten. Sonntags kann man sich dann noch die Profis ansehen (falls man noch was sieht), wie z.B. Joel Smets der siebenfache Weltmeister usw.
Kann mir gut vorstellen diese Serie nächstes Jahr mal komplett in Angriff zu nehmen.
Gruß
Kolwen
Enduro Xtrem 2011
Eigentlich hatte ich keine große Lust auf das Enduro Xtrem, da es letztes Jahr für mich das schlimmste Rennen war was ich je gefahren bin. Bei Temperaturen von über 40 Grad hatte ich nach der Einführungsrunde schon einen Sonnenstich der sich später mit Durchfall, Fieber usw. bestätigte.
Aber letztendlich kann man nicht einem Rennen fernbleiben wo die gesamte Hobbyfahrer Elite teilnimmt die man in den letzten Jahren kennen gelernt hat. Die Starterliste zeigte aber auch zahlreiche Top Fahrer aus verschiedenen Rennserien und allerlei Nationen.
Nach der Anreise und den üblichem Vorgeblänkel gings dann in die Einführungsrunde. Ich nutzte die volle Zeit um möglichst viele Spuren zu testen und nach der dritten Runde war ich eigentlich wieder sehr motiviert, denn mit keiner Auffahrt oder sonstwas hatte ich große Probleme. Kein Vergleich mit dem Vorjahr alles schien irgendwie einfacher.
Kurz vor 13.00 Uhr schlappten wir dann alle ins Loch zur Startaufstellung. Ein Le-Mans-Start ist ja eigentlich keine große Sache aber da das Rennen „extrem“ heißt ist hier alles ein wenig anders. Nach den Startschuss darf man dann versuchen im Spurt oder wie auch immer die Strecke zum Motorrad von etwa 300 Metern in Angriff zu nehmen.
Ich lief auch erstmal zügig los, aber bereits am Anfang der Steigung musste ich meinen Helm nach oben ziehen weil ich dachte den hätte jemand Luftdicht gemacht. Am oberen Ende des Hanges war ich schon so fertig das ich nur noch durch das Anfeuern der Zuschauer zum Bike gelangt bin.
Ich klammerte mich erstmal am Lenker fest und hoffte das mich die Husky irgendwie um den Kurs tragen würde, mit der Hoffnung das der Puls wohl bald wieder in den Normbereich absinken würde. Vorbei war meine “ Einführungsrundeneuphorie“ , denn ich machte jetzt schon sehr viele Fehler. In Runde 3 schlug ich an einer der kleinen Auffahrten so heftig gegen einen Fels das mein Lenker krumm war und das Blut irgendwo aus dem Mittelfinger lief, den ich in diesem Moment am liebsten den Streckenbauern gezeigt hätte.
Mein Verstand sagte mir das ich jetzt besser mal eine Pause machen sollte um mich ein wenig zu erholen, aber der Wille war stärker und ich murkste weiter.
Ich fand einfach keinen Rhythmus und so kam dann irgendwann der absolute Tiefpunkt des Rennens. Eigentlich bereiten mir die Holzhaufen bis dahin überhaupt keine Probleme, daher war ich auch selbstbewusst genug den letzten in Angriff zu nehmen obwohl dort zwei andere Fahrer querlagen. Natürlich blieb ich genau daneben in den nassen Stämmen hängen. Die Helfer waren noch mit meinem Leidensgenossen beschäftigt und ich zerrte an meinen Bike aber es ging nichts und zu allem Überfluss verklemmte sich das Hinterrad dann in einem Spalt nachdem ich das Bike inzwischen parallel zum Holz positioniert hatte. Völlig entkräftet sprang ich den Holzhaufen runter und wollte das Moped schon als Mahntafel dort stehen lassen. Ich wartete dann schließlich bis die Unterarmkrämpfe es wieder zuließen das meine Hände das Vehikel vom Hinderniss runter ziehen konnten. Nun setzte sich doch mein Verstand durch und ich rollte in die Tankzone. Tatsächlich konnte ich mich wirklich ein wenig erholen und das Fahren machte sogar zum erstenmal wieder Spass, nicht merkbar schneller aber sauberer schaffte ich einige Sektionen zu fahren wo ich vorher große Probleme hatte. Jetzt weiß ich das ich mit einer kleinen Pause am Anfang des Rennens den weiteren Verlauf gravierend beeinflusst hätte. Aber nachher ist man immer schlauer In der Strecke war diesmal ein kleiner Mutsprung eingebaut den die meisten die sich den vorher angesehen hatten nicht gesprungen sind, denn kam man hier zu kurz würde man wohl die Schweißnähte hinter dem Lenkkopf auf Standfestigkeit testen und ohne Kran sollte dort auch kein Bike zu bergen sein. Wiedermal war es Ivo, einer der luxemburger Lokalmatadoren der hier für eine Schrecksekunde sorgte . Kurz vor dem Sprung war ich hinter ihm und musste ansehen wie er an der Kante hängen blieb, aber es dennoch mit riesen Glück aufs Plateau schaffte. Ich bin mir sicher das der Flug mit 5cm weniger Höhe aus der 300 EXC einen Ersatzteilspender gemacht hätte.
Danach musste ich vor Schiss erstmalig die Umfahrung testen. Obwohl es nach der Pause besser lief war mein Körper doch ziemlich im A..... und gegen Ende des Rennens musste so manche Auffahrt auch mal als Abfahrt genutzt werden um wieder neuen Anlauf zu nehmen. Leider hatte ich meine Uhr am Bike nicht korrekt eingestellt und so war ich dann, laut meiner Rechnung, irgendwann in der letzten Runde und rollte nur noch vor mich hin und im Ziel war aber dann niemand der die Fahne schwenkte sondern eine Uhr die noch ganze 5 Minuten anzeigte. Runde 13 war dann die letzte.
Auf Grund meiner bescheidenen Vorstellung , die optisch in einigen Sektionen wohl eher an einen Anfänger erinnert hat und der zahlreichen Prominenz unter den Startern war mir schon klar das es diesmal nicht für Platzierungen (Platz 4 und 7) wie aus den Vorjahren reichen würde. Aber mit dem 19zehnten war ich trotzdem zufrieden denn in der Ergebnisliste war vor mir kein einziger der ganzen "Hobbystars", sondern nur welche deren Namen man nicht aussprechen kann oder die oben erwähnten Top Fahrer und das bei immerhin 150 Startern.
Martin Dimmer (Mirten) landete mit 11 Runden auf dem ebenfalls hervorragendem Platz 35!
Fazit: Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall ohne Helm zum Moped laufen und meine Taktik direkt nach dem Start ändern , denn wenn man sich am Anfang schon verausgabt wirds hart. Da ich mit den Auffahrten keine großen Probleme hatte sondern eher mit den kleinen steinigen Passagen werde ich wohl als Training vor dem nächsten "Extrem" einige Trainingseinheiten im belgischen Bilstain absolvieren müssen.
Ansonsten wiedermal alles top organisiert von den Luxis!
Enduro Pokal 2011 Uelsen
Der Auftakt zum Enduro Pokal war auch diese Jahr wieder in Uelsen. Die Starterlisten waren fast alle prall gefüllt. Vor allen Dingen die 450ziger Klasse mit weit über 50 Startern gegenüber letztem Jahr (20) hatte regen Zuwachs. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die neue 310er Husky, ich denke hätte KTM die 350ziger schon im Verkauf wäre da noch mehr los gewesen. Das der Trend bei den 4-Taktern zu kleineren Hubräumen geht zeigt auch die geringe Starteranzahl in der großen Viertaktklasse mit gerade mal 20 Fahrern. Die über 50 Starter in der Zweitaktklasse belegen auch das dieses noch vor einigen Jahren totgesagte Motorprinzip keineswegs ausgestorben ist, zumindest im Endurosport.
Ich werde meiner 250ziger wohl noch ein Jahr zumuten und mit fast 40 Startern kann ich mich über mangelnde Konkurrenz auch nicht beschweren.
Die Wettervorhersage zeigte das Uelsen schon mal wesentlich angenehmer zu werden schien wie im Jahr 2010 wo die Temperaturen auch tagsüber kaum über 0Grad lagen.
Ebenfalls positiv war die Nachricht über eine zweite Sonderprüfung in der Runde.
Nachdem wir uns im Fahrerlager, eine ehemalige Kaserne, eingenistet hatten wartete die technischen Abnahme auf uns. Diese war wie immer problemlos und anschließend gings erstmal zum besichtigen der SPs.
Beim Ablaufen der langen Prüfung dachte ich an mein Sandtraining welches dieses Jahr bei meinen wenigen Trainingsfahren ausgeblieben war, dass es erstmal schwer werden würde in diesem Sandkasten zurecht zu kommen.. Denn die gesamte Prüfung war eigentlich nur Tiefsand .
Die andere Sonderprüfung war dann das komplette Gegenteil. In unser erschrockenes Blickfeld vielen erstmal einige künstliche Hindernisse die man bei der DM bisher nur von den Prologs kannte die meist als zusätzliche Wertung am Vorabend ausgefahren werden. Diese Hindernisse konnte man auch umfahren, aber ich denke hätte man das Bike über den Holzhaufen werfen müssen, wäre man damit trotzdem noch schneller gewesen als die alternative Umleitung zu nutzen. Der Rest der Prüfung war dann größtenteils ein frisch gerodeter Wald der eine ehemalige nur noch zu erahnende Crossstrecke umhüllt hat.
Die Fahrerbesprechung lies nichts neues verlauten und nach ein paar Bier gings dann ins Bett.
Pünktlich um 8.33 Uhr rollte ich von der neuen Startrampe. Das erste Stück Etappe beinhaltete noch recht viel Teer und man gelangte so entspannt zur ersten SP.
Die künstlichen Hindernisse bereiteten mir keine Probleme, aber irgendwie fand ich auf dem restlichen Stück nie den richtigen Gang , was mir in der zweiten Runde zwar besser gelang, aber dafür hatte ich dann, sowie auch in der letzten Runde jeweils einen blöden Umfaller. (wie man im Video sehen kann).
Nach der SP folgte mit 70 Minuten die längste Etappe. Uelsen gilt nicht gerade als eine schwere Geländefahrt , denn große Auf- oder Abfahrten sind hier nicht zu finden, aber dennoch machte es riesig Spass durch die unzähligen Kurven der hauptsächlich aus Kiefern bestehenden Waldgebiete mit dem stark sandhaltigem Boden zu heizen!
Gegen Ende dieser Etappe gabs dann noch einen neuen Abschnitt wo man in eine wüstenähnliche Landschaft eintauchte. Der Sand war hier noch weicher wie man es z.B. von Grevenbroich kennt! So konnte man sich aber schonmal warm fahren für die zweite SP die den gleichen Untergrund ausnahmslos vorzuweisen hatte.
Die Prüfung gelang mir beim ersten mal eigentlich ganz passabel, aber der Blick auf die Stoppuhr, welche immer im Zielbereich der SPs platziert ist, zeigte das ich da wohl noch irgendwo abkürzen muss. In der zweiten Runde war mir der Untergrund schon wesentlich sympathischer und es lief super, das wird ne top Zeit, dachte ich, aber in dem Moment wurde meine Euphorie durch mein Helmschild gebremst welches kurzzeitig als Sandschaufel fungierte. Wer mal sein Moped im Sand bergab aufheben musste weiß wie ich mich gefühlt habe. Der Sturz hat vielleicht nur 10 Sekunden gekostet, aber den nicht wiedergefundenen Rhythmus muss man dann auch nochmal dazurechnen.
Die Prüfung in der letzten Runde war dann eine völlig erfolglose Spurensuche denn auch ohne Sturz war ich fast 20 Sekunden langsamer als in Runde 2.
Nach der Ziel Ankunft am Nachmittag konnte ich mich dann auf dem riesigem Ergebnis Monitor als 8 ter in der Liste finden, womit ich an betracht der sehr durchwachsenen SPs super zufrieden war. Zwei Sekunden hätten nur gefehlt um auf Platz sieben zu landen!
Ein schöner Tag lag hinter uns und alle waren zufrieden mit der ersten Geländefahrt im Jahr die zeigt das der Trend in Deutschland wieder in die richtige Richtung geht!
4 –Stunden Enduro Grevenbroich
Glücklicherweise wurde das Rennen wegen der schlechten Witterung im Herbst ins Frühjahr verlegt. Leider war der Termin nicht vor dem Pokallauf den eine besseres Training hätte ich nirgendwo absolvieren können. Wie es sich gehört hatten wir uns alle in der Solo Wertung eingetragen, denn so hat man wenigstens was von seinem Geld! Mein letzter Auftritt bei dieser Veranstaltung lag schon viele Jahre zurück und die Erinnerungen in Form von extremen Qualen und mörderischem Materialverschleiß wurden auf Grund des traumhaften Wetters ignoriert.
Die Strecke umfasste eine Rundenlänge von etwa 6,5 Km, ein großteil bestand natürlich aus der Motocrossbahn , aber den Streckenbauern war es gelungen sehr schöne endurotypische Abschnitte mit allen Arten von Kurven einzubauen.
Nach dem üblichem Le Mans Start konzentrierte ich mich erst mal nur darauf locker zu bleiben und möglichst kraftschonend zu fahren. Ich fand einem guten Rhythmus und es machte zunehmend mehr Spaß. Da mein Tank nur 7 Liter beinhaltet war mir klar das ich zweimal Tanken muss. Mein Teamkollege Rene Schilling (Locke) der mir letzte Zeit bedenklich oft am Auspuff klebt lag nicht weit hinter mir und da er die neue 310er mit dem 8,5 Liter Tank pilotiert und so nur einen Tankstop benötigte, holte er mich erstmal bei meinem Tankstop nach 1,5 Stunden ein . Irgendwie hatte ich mit dem Tiefsand Abschnitten keine Probleme und konnte mein Tempo fast 3 Stunden gleichmäßig halten. Nach dem zweiten Tankstop gings dann aber so langsam bergab denn der Trinkrucksack spendierte nur noch warme Luft und die ersten groben Fehler belegten die nicht mehr aufrecht zu erhaltende Konzentration.
Nach der erlösenden Zieldurchfahrt standen die Ergebnisse dank des aktiven Transpondersystem aus dem Motocross sofort zur Verfügung. Rene Platz 3 (20 Runden) und meine Wenigkeit auf Platz 2 (21 Runden).
Noch zu erwähnen war die Teilnahme von Turbo, einer der Mitgründer der Eifler Enduroszene, der seid fast einem Jahrzehnt in völliger Abstinenz von Stollenreifen vor sich hin vegetiert ist! Er kämpfte sich bei seinem Debüt wacker durch und landete auf einem hervorragendem 11 Platz von 28 !
So, das wars erst mal,
Gruß Kolwen
Enduro Pokal 2010
Schade, die Saison 2010 ist vorbei. 10 Läufe Enduro Pokal, ingesamt 1950 Km und ca. 72 Betriebstunden.
Der Enduro Pokal/DM ist in Deutschland die einzige Rennserie wo der Endurosport noch im klassischen Sinne als „Zuverlässsigkeitsgeländefahrt“ durchgeführt wird. Also es handelt sich nicht um 2- 4 Stunden Langstreckenmotocross , sondern die Runden sind 50-85 Km und werden 3-4mal befahren.. Daraus resultiert eine Gesamtfahrzeit pro Tag von 6-8 Stunden und meist 150-230 KM. Die Mopeds müssen zugelassen sein da die Etappen auch über öffentliche Strassen/Wege führen.
Für mich steht hier nicht nur der reine Wettkampf im Vordergrund sondern auch das Endurofahren an sich. Denn wo kann man heutzutage noch legal richtig durchs Gelände heizen ohne schlechtes Gewissen. Die meisten der Läufe werden sicherlich auf den Sonderprüfungen entschieden von denen pro Runde 1- 3 Stück absolviert werden müssen. Die Zeiten auf den Etappen sind bei guter Witterung von einem abizionierten Hobbyfahrer meistens zu schaffen. Aber es gibt auch Rennen wo es bei den „guten“ Fahrern Strafzeiten hagelt!
Sehr positiv finde ich, daß nicht nur im Osten der Republick noch richtig Gelände befahren werden darf. Denn mit Uelsen, Sonnefeld, Waldkappel, Dachsbach und als Highlight Streitberg sind im Terminkalender sehr schöne Veranstaltungen außerhalb der Endurohochburgen wie Dahlen,Burg,Tucheim und Zschopau zu finden.
Nun erst mal zurück zum Saison Anfang. Durch den Wechsel von der TE 310 auf die „kleine“ 250 ziger stand ein Klassenwechsel an. Leider wurde ab diesem Jahr die neue Klasse E1 B geschaffen in der die kleinen 4-Takter bis 250ccm zusammen mit den 2-taktern bis 150ccm starten müssen. Somit rutschte ich in die stärkste Klasse mit meist 30-50 Startern.
Der Auftakt in Uelsen war erstmal sehr bescheiden denn mit Platz 18 war ich sicher nicht zufrieden. Aber 20 Fahrer innerhalb von 2 Minuten zeigte schon vorab wie eng es hier zuging. In anderen Klassen liegen oft Minuten zwischen den einzelnen Plätzen.
Mit Dahlen folgte dann einer der schwersten Läufe und trotz „festfahren“ in einer der heftigen Prüfungen landete ich auf Platz 10 womit ich sehr zufrieden war. Die vorderen Plätze waren hier schon fest in den Händen unserer Ostdeutschen Kollegen. Denn die Jungs vom Team Engel, Team Sturm usw. fuhren teilweise die Zeiten der Profis. Ich kämpfte also meist im vorderen Mittelfeld und nicht selten bedeutete ein kleiner Sturz oder Ausbremser schon mehrere Plätze! Meine Platzierungen lagen meist zwischen 7 und 14.
Ein schöner Saison Abschluß war dann in Kempenich, denn hier reichte es dank Ausfällen usw. für Platz 3. Die Meisterschaft konnte ich mit einem Ausfall in Dachsbach auf Platz 8 beenden womit ich mein Ziel in die top 10 zu gelangen erreicht hatte!
Hiermit möchte ich mich auch nochmal beim Uli (Motorumpf) bedanken. Er konnte zwar leider nur in Kempenich vor Ort sein, aber auch sonst war der Service spitze! Ein Danke geht ebenso an den MSC-Dreckenach, der allen aktiven Fahrern die lizenzgebühr und die Nenngelder aller Rennen (nicht nur Pokal) größtenteils rückerstattet. Die Husqvarna Prämie sollte hier auch noch erwähnt werden, denn das waren dieses Jahr fast 1000€ . Hinzu kommen noch einige hundert Euros aus dem Topf der ADAC-Mittelrhein Meisterschaft. Diese beendete ich als dritter hinter Matthias Richter (Hinrichter), der bei den sehr stark besetzten Senioren gestartet war und knapp vor Rene Schilling (Locke) der bei den 450zigern gekämpft hat!
Teamchef Pappe, die Rene´s, Schotti, Matthias, Thomas, Roger, usw., ich hoffe ihr seit nächstes Jahr auch wieder mit am Start und bei so manchem Bierchen am Grill!
Wer einfach nur mal reinschnuppern möchte sollte sich einfach per Internet eine C-Lizenz besorgen, kostet nur 20€! Damit kann man bei jeder Veranstaltung nennen. Die 50 € Startgebühr finde ich absolut Ok wenn man bedenkt das man bei anderen Events nicht viel weniger bezahlt aber der Aufwand nur ein Bruchteil dessen ist was hier die Veranstalter auf die Beine stellen müssen.
Gruß Kolwen
Indoor Enduro Rheinberg
Eigentlich bin ich ja kein Freund von künstlichen Hindernissen aber da es sonst noch nicht so viele Trainingsmögllichkeiten dieses Jahr gab entschloss ich mich an diesem bisher in unserer Region einzigartigem Event teilzunehmen. Nach Betreten der riesigen Halle sah die Strecke erstmal wie eine Kartbahn aus, wenn da nicht die Hindernisse gewesen wären. So fanden sich einige Betonröhren, Autowracks, ein ganzes Becken mit losen Holzscheiten, dicke Felsen und einige Baumstämme auf der fast 300 m langen Strecke. Zwischen den Hindernissen war allerdings erfreulicherweise immer einige Meter Betonboden zum Erhohlen, dachte ich zuerst! Dann folgte das erste Training und die eigentlich nicht unfahrbaren Sektionen forderten einen extrem, denn man hatte maximal 5 Sekunden bis zum nächsten Hinderniss.
Nach zwei Runden hatte ich bereits so heftig "Armpump" das eine längere Pause nötig war, aber auch danach wurde es nicht besser. Nun war auch jeden klar das die 15 bzw. 20 Minuten Renndistanz sehr hart werden würden.
Die beiden Klassen, Hobby und Expert, wurden jeweils nochmal in zwei Gruppen aufgeteilt damit sich max. 10 Fahrer auf der Strecke befanden.
Nach den Hobby Quallis gings los. Ich hatte mir auf Grund des miserablen Trainings vorgenommen nur irgendwie ohne "dicke Arme" über die Distanz zu kommen.
Den Start konnte ich sogar gewinnen aber nach ein paar Runden wurde das Zweittaktgebrüll von DM Fahrer Tim Wayne Scharpf immer lauter und als er mich überholt hatte auch ganz schnell wieder leiser!
Natürlich waren auch die sympathischen Luxemburger Ivo, Jo, Ced usw. am Start. Ivo war in meiner Gruppe und Ihn hatte ich dann auch irgendwann im Nacken aber er musste mehrmals zu Boden und konnte nicht mehr angreifen (zum Glück)! Robin Graube vom Gas Gas Team, der von allen den spektakulärsten Fahrstil hatte flog im wahrsten Sinne des Wortes mehrmals an mir vorbei aber da ich in diesem Lauf nur einmal zu Fall kam wurde ich zweiter.
Der zweite Lauf war eine Qual, aber ich wurde zweiter in meiner Gruppe und war somit im Finale! Auch Jo Kirch hatten sich hinter WM Fahrer Marc Risse fürs Finale platziert!
Nun galt es nochmal 20 Minuten durchzuhalten und nach dem Start sah es auch erstmal ganz gut aus, die sinnlose Hoffnung den drei GAS GAS Team Fahrern folgenden zu können war schnell verflogen. In dem sehr unangenehm zu fahrenden "Brennholz See" kam ich zu Fall und der abgebrochene Kupplungshebel konnte meine Kräfte auch nicht mehr aktivieren. Aber außer Christoph Reinert, der Sohn des Veranstalters, der mich noch überholte, hatte alle ihre Probleme denn nach mir kam niemand mehr ins Ziel!
Ein dickes Lob an Familie Reinert und Helfer die diese Event hervorragend organisiert haben! www.stefans-enduroshop.de/
Gruß Kolwen